HomeBlogChancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz im Recruiting
Arbeitsmarkt

Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz im Recruiting

Patrick Mühlemann 12. Juni 2024

Künstliche Intelligenz (KI) hat in den letzten Jahren in vielen Bereichen unseres Lebens Einzug gehalten – auch das Recruiting ist da keine Ausnahme. In der Tat bieten KI-gestützte Systeme und Tools viele Möglichkeiten, den Rekrutierungsprozess zu verbessern und zu optimieren. Allerdings gibt es auch einige Risiken und Herausforderungen, die es zu berücksichtigen gilt. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Chancen und Risiken von KI im Recruiting.

 

Chancen

Beginnen wir mit den Chancen von KI im Recruiting. Eine der offensichtlichsten Vorteile von KI für Unternehmen ist die Zeitersparnis im Recruiting-Prozess. Durch die Automatisierung von Aufgaben wie der Identifikation und Vorselektion von passenden Kandidaten, der Überprüfung von Lebensläufen und der automatisierten Benachrichtigung der Bewerber können Unternehmen Zeit und Ressourcen sparen.

 

Für Bewerber kann KI im Recruiting-Prozess ebenfalls von Vorteil sein. KI-basierte Tools können helfen, den Bewerbungsprozess effizienter und transparenter zu gestalten, indem sie den Fortschritt des Bewerbungsverfahrens anzeigen und Feedback bereitstellen. Darüber hinaus können sie die Chancengleichheit erhöhen, indem sie eine objektive Bewertung aller Bewerber sicherstellen und sicherstellen, dass Bewerber aufgrund ihrer Qualifikationen und Erfahrungen ausgewählt werden.

 

Risiken

Trotz dieser Vorteile gibt es auch Risiken, die mit der Verwendung von KI im Recruiting-Prozess verbunden sind.

Eine der größten Bedenken ist der Datenschutz. Bewerber müssen sicher sein, dass ihre Daten vertraulich behandelt werden und nicht missbraucht werden. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie den Datenschutzgesetzen entsprechen und sicherstellen, dass die von ihnen verwendeten KI-basierten Tools sicher sind.

 

Ein weiteres Risiko ist die Verzerrung. Obwohl KI-basierte Tools helfen können, menschliche Vorurteile zu minimieren, besteht immer noch die Möglichkeit, dass die Algorithmen Verzerrungen enthalten, die unbeabsichtigt potenzielle Bewerber ausschließen können. Auch können durch zu stark eingeschränkte Suchkriterien Kandidaten durch die Maschen fallen, welche bei einer Beurteilung durch einen Menschen trotz teils fehlenden oder einfach nicht aufgelisteten Skills im Lebenslauf als interessant betrachtet werden könnten.

 

Auf Bewerberseite kann es, vor allem bei negativen Entscheiden, dazu führen, dass Bewerber das Gefühl haben, nicht ausreichend berücksichtigt oder respektiert zu werden. Es ist wichtig, sicherzustellen, dass der Recruiting-Prozess auch weiterhin menschlich und empathisch ist und Bewerber angemessen behandelt werden.

 

Unternehmen sollten sich bewusst sein, dass KI-Entscheidungen nicht immer zu 100% korrekt sein können. Es ist daher wichtig, dass Unternehmen sicherstellen, dass ihre KI-basierten Tools fair und objektiv sind und auf jeden Fall auch noch eine Beurteilung und Überprüfung durch eine reale Person stattfindet.

 

Fazit

Eine ausgewogene Verwendung von KI-basierten Tools im Recruiting Prozess kann Unternehmen wie auch Kandidaten den Rekrutierungs- bzw. Bewerbungsprozess also stark unterstützen, zu 100% darauf verlassen sollte man sich aber nicht.

 

Habt ihr auch schon Erfahrungen mit Künstlicher Intelligenz im Recruiting gemacht und was haltet ihr davon?

Beitrag teilen:
Auf der Suche nach einer passenden Stelle? aktuelle Jobs

Weitere interessante Artikel

kessler.vogler Inside
Best Staffing Agencies Switzerland 2024 / HANDELSZEITUNG
Mehr erfahren
Arbeitsmarkt
Lebenszeit in Zeiten des Work-Life-Blending
Mehr erfahren
Arbeitsmarkt
Kandidatenzentrierte Wealth Management Beratung
Mehr erfahren
Fachwissen Kandidaten
Interview mit Joel: Zum Traumberuf mit Try&Hire
Mehr erfahren
Fachwissen Kandidaten
Die Sache mit dem Alter
Mehr erfahren
Branche
Ausblick 2024 – welche HR-Themen werden weiterhin relevant sein?
Mehr erfahren