Nachfolgeplanung bei External Asset Managers (EAMs): Jetzt die Weichen richtig stellen
Viele unabhängige Vermögensverwalter stehen vor entscheidenden Jahren. Zahlreiche Eigentümer, oftmals Gründerpersönlichkeiten, nähern sich dem Pensionsalter. Gleichzeitig fehlt in vielen Fällen eine klare Nachfolgeregelung oder eine tragfähige Lösung zur Weiterbetreuung der oft über Jahrzehnte aufgebauten Kundenbeziehungen. Diese Ausgangslage birgt Risiken, eröffnet aber auch Chancen. Eine frühzeitige und strukturierte Nachfolgeplanung ist heute ein zentraler Erfolgsfaktor für die nachhaltige Sicherung von Unternehmen und Kundenvermögen.
Die Nachfolgeplanung im EAM-Bereich ist besonders anspruchsvoll, da Kundenbeziehungen stark personalisiert sind und häufig primär auf Vertrauen in einzelne Personen basieren. Hinzu kommen steigende regulatorische Anforderungen, die den Handlungsspielraum einschränken und Transaktionen komplexer machen, sowie ein zunehmender Konsolidierungsdruck im Markt. Viele kleinere Anbieter stehen gleichzeitig vor ähnlichen Herausforderungen, da eine ganze Generation von Inhabern vor der Pensionierung steht. Branchenempfehlungen zeigen deshalb klar, dass erfolgreiche Nachfolgeprozesse idealerweise mehrere Jahre im Voraus geplant werden sollten, um genügend Zeit für strategische, personelle und strukturelle Anpassungen zu schaffen.
Die Möglichkeiten für eine Nachfolgeregelung sind vielfältig und hängen stark von individuellen Faktoren wie Unternehmensgrösse, Kundenstruktur und persönlichen Zielsetzungen ab. Häufig wird ein Verkauf an einen anderen unabhängigen Vermögensverwalter in Betracht gezogen, da sich hier Synergien durch ähnliche Geschäftsmodelle ergeben und die Kontinuität für die Kunden gewahrt werden kann. Alternativ kann ein Verkauf an eine Bank eine attraktive Option darstellen, insbesondere für grössere Kundenportfolios, da hier Infrastruktur und regulatorische Stabilität gewährleistet sind. Eine weitere Möglichkeit liegt in der internen Nachfolge, etwa durch ein Management Buy-out oder Buy-in, bei dem bestehende oder neu eintretende Partner das Unternehmen übernehmen. Diese Lösung bietet eine hohe Kontinuität, setzt jedoch voraus, dass geeignete Talente frühzeitig aufgebaut und finanziert werden können.
Zunehmend an Bedeutung gewinnt auch der gezielte Aufbau jüngerer Kundenberaterinnen und Kundenberater mit anschliessender schrittweiser Übergabe der Kundenbeziehungen. Dieser Ansatz ermöglicht einen nachhaltigen Wissenstransfer und stärkt das Vertrauen der Kundschaft über einen längeren Zeitraum hinweg. Darüber hinaus können Fusionen mit anderen EAMs eine sinnvolle Option sein, um Ressourcen zu bündeln, Skaleneffekte zu realisieren und die Marktposition zu stärken, wobei hierbei insbesondere die kulturelle Integration sorgfältig gesteuert werden muss. Auch Teilverkäufe oder ein schrittweiser Rückzug des Inhabers bieten flexible Lösungen, die eine Kombination aus finanzieller Realisierung und weiterführendem Engagement ermöglichen.
Unabhängig vom gewählten Modell zeigt die Praxis, dass bestimmte Erfolgsfaktoren entscheidend sind.
- eine frühzeitige Planung mit einem klaren Verständnis der eigenen Ziele, sowohl in finanzieller als auch in persönlicher Hinsicht
- transparente Kommunikation gegenüber Kunden, Mitarbeitenden und Partnern, um Vertrauen zu erhalten und Unsicherheiten zu minimieren
- strukturierte Übergabe der Kundenbeziehungen, idealerweise durch persönliche Einführung und begleitete Übergangsphasen
- eine realistische Unternehmensbewertung sowie die frühzeitige Einbindung von rechtlichen und steuerlichen Experten sind entscheidend, um den Prozess optimal zu gestalten
Stolpersteine:
- zu spätes Handeln, fehlende Nachfolgelösungen, zu starke Abhängigkeit von einzelnen Schlüsselpersonen
- überhöhten Preisvorstellungen
- unklare Unternehmensstrukturen oder eine unzureichende Vorbereitung der Kunden können den Erfolg erheblich beeinträchtigen und den Unternehmenswert mindern
Die Nachfolgeplanung ist ein komplexer Prozess, der strategische, personelle und nicht zuletzt emotionale Aspekte vereint. Genau hier setzt kessler.vogler mit einem ganzheitlichen Ansatz an. Das Unternehmen unterstützt bei der Rekrutierung passender Kundenberaterinnen und Kundenberater und legt dabei besonderen Wert auf kulturelle Passung und langfristige Kundenorientierung. Darüber hinaus begleitet kessler.vogler Eigentümer und Management im Rahmen von strategischem Business Coaching bei der Entwicklung individueller Nachfolgelösungen und Transformationsprozesse. Ein weiterer zentraler Beitrag liegt in der diskreten Zusammenführung von Käufern und Verkäufern, gestützt auf ein breites Netzwerk im Finanzsektor. Ergänzend dazu unterstützt kessler.vogler beim Aufbau interner Talentpipelines und bei der Strukturierung von Partnerschafts-/Entlöhnungsmodellen.
Die kommenden Jahre werden für viele External Asset Managers richtungsweisend sein. Wer frühzeitig handelt, schafft Klarheit für sich selbst und Sicherheit für Kunden sowie Mitarbeitende. Nachfolgeplanung ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein fortlaufender Prozess und gleichzeitig eine Chance, das eigene Lebenswerk nachhaltig zu sichern und weiterzuentwickeln. kessler.vogler unterstützt dabei, die individuell passende Lösung zu finden und erfolgreich umzusetzen.